Uruguay

Nach 110.804 km erreichten wir am Fluss Uruguay das gleichnamige Land in der Grenzstadt Bella Union. Um einige Kilometer zu sparen fuhren wir für 2 Stunden durch Brasilien und konnten nach effektiven Grenzübergängen zwischen Chile und Argentinien hier nur schmunzeln. Eine Immigration gab es auf Seiten Brasiliens nicht, also reichten wir Panchos noch nicht getrocknetes Einreiseformular über den Schalter und fuhren weiter. In Uruguay hatten wir unseren Aufenthalt nach 5 Minuten gestattet bekommen (es gab auch sonst keine Ausländer die ein- bzw. ausreisen wollten). Aber der Herr vom Zoll benötigte 90 Minuten, da er kein Einfuhrformular finden konnte. Ihm wurde am Telefon mitgeteilt, dass er den Computer benutzen müsse und darauf gestand er uns, dass er sich mit der Maschine nicht auskennen würde. In Zusammenarbeit meisterten wir es fast, bis Hilfe eintraf. Danach ging alles ganz schnell.

 

Wir kamen aus Pampa, auch wenn inzwischen etwas feuchter und grüner und blieben in Pampa. Dies wird sich in Uruguay auch kaum ändern. Auffällig war sofort wieder der ärmliche Charakter der Behausungen und der im Müll lebenden Menschen. Argentinien war kein sauberes Land, zu unserer Überraschung sahen wir davon auf den wenigen Metern in Brasilien gar nichts, aber hier in der Grenzstadt wucherte die Müllhalde in jedem Rinnstein und Vorgarten. Wenn es denn so etwas gab... Wir hoffen auf Besserung, denn von Sauberkeit und schönen kolonialen Städtchen schwärmen viele Reisende.

 

Wir haben für das kleinste spanischsprachige Land Südamerikas 4 Wochen im Gepäck. 4 Wochen die uns von Montevideo trennen. Mit einem lachenden und einem weinenden Auge sehen wir der Hauptstadt entgegen. Nach über 3 Jahren werden wir Familie und Freunde wiedersehen, aber nach über 3 Jahren eines einzigartigen Lebensstils bangen wir auch etwas vor dem deutschen Alltag. Bevor es aber soweit ist lassen wir unsere Reise hier in Ruhe ausklingen. Bis bald!

 

Länderinfos zu Uruguay findet man hier und zu den 19 Verwaltungsbezirken dort. Auch sehr informativ auf englisch da und mal anders bitte sehr.

 

 

Fazit:

Río Uruguay und Atlantik, Kolonialstädte und Badeorte, Seen und Festungen, Rinder und Weideland, Chivito und Baurú, Mate und Nachtisch, Oldtimer im Gebrauch und auf dem Schrottplatz, Angler und Palmen, grüne Papageien und Stabheuschrecken, Ruhe und viele Grasflächen am Wasser zum Übernachten. All das haben wir in Uruguay gefunden und sehr nette und gastfreundliche Menschen.

 

Uruguay ist ein sehr kleines Land und hatte neben einer ebenen Graslandschaft nicht viel zu bieten. Hier haben wir mehr Rinder gesehen als in Argentinien. Im Vergleich mit anderen Ländern in Lateinamerika war Uruguay unglaublich ruhig.

 

Wir waren 27 Tage in Uruguay und sind 1.833 km auf sehr guten Straßen gefahren. 67 km sind wir gelaufen, meist an endlosen feinen Stränden. Wie schon angedeutet hatte Uruguay aus touristischer Sicht nicht viel zu bieten. Das Land hat zwei immaterielle Kulturgüter, sowie zwei materielle. Diese beiden beeindruckten uns am meisten. Zum einen war da die Industrieanlage von Fray Bentos, ein Schlachthof mit einer sehr interessanten Geschichte. Zum anderen war es die Kolonialstadt Colonia del Sacramento. Beim ersten besuchten wir eine Ruine mit wenigen Touristen, beim zweiten ein kleines, aber teures Städtchen, über dem täglich Busladungen von Besuchern ausgeschüttet werden. Die Atlantikküste mit seinen kilometerlangen Sandstränden lud zum Faulenzen ein und der Río Uruguay bot erstklassige Übernachtungsplätze. Mate-Tee ist nicht gleich Mate-Tee. Auf einen derartigen Hype trafen wir in keinem anderen Land zuvor. Am Grenzübergang schlürften 4 Angestellte und 2 Soldaten aus einem Becher und auch im Flieger fanden wir Mate-Tee im Gang und auf den Sitzen. Für uns war dieser Kult etwas Kurioses, für Uruguayer eine Säule des Lebens.

 

Wir verbrachten 27 Tage in Uruguay und es waren derer genug. In unseren Augen muss man Uruguay nicht gesehen haben und daher fiel uns der Abschied vom südamerikanischen Kontinent etwas leichter als erwartet. Andererseits wären wir nur zu gerne nach Brasilien weitergereist .

Uruguay

After 110,804 km we reached at the border town of Bella Union the Uruguay River and the same-named country. To save a few kilometers we drove for 2 hours through Brazil and could after effective border crossings between Chile and Argentina here only chuckle. There was no immigration on the part of Brazil, so we handed Pancho's not yet dried entry form over the counter and drove on. In Uruguay we had our immigration done after 5 minutes (there were no foreigners who wanted to enter or leave). But the gentleman of customs needed 90 minutes as he could not find an import form. He was told on the phone that he has to use the computer and he confessed to us that he would not be familiar with the machine. In cooperation we almost mastered it until help arrived. After that, everything was processed very quickly.

 

We came from pampa, even if by now somewhat wetter and greener and stayed in pampa. This will hardly change in Uruguay either. The poor character of the dwellings and the way people lived in the garbage immediately became noticeable. Argentina was not a clean country, to our surprise we saw within the few meters in Brazil nothing at all, but here in the border town the dump was rampant in every gutter and front yard. If there was such a thing... We hope for improvement, because many travelers rave of cleanliness and beautiful colonial towns.

 

For the smallest Spanish speaking country in South America we have 4 weeks. Four weeks separating us from Montevideo. We face the capital with mixed feelings. After more than 3 years we will see family and friends again, but after more than 3 years of an unique lifestyle we are also afraid of the German daily routine. But before those days come, we let our journey come to a tranquil end. See you!

 

Info about Uruguay is found here and about the 19 departments there. As well very informative here and something different here you go.

 

 

Résumé:

Río Uruguay and the Atlantic, colonial towns and beach resorts, lakes and fortresses, cattle and pastureland, Chivito and Bauru, mate and dessert, vintage cars in use and on the scrap yard, angler and palms, green parrots and stick insects, tranquility and many patches of grass next to the water for spending a night. We have found all of this in Uruguay and very nice and hospitably people.

 

Uruguay is a very small country and did not offer a lot beside a plane grass scenery. Here we have seen more beef than in Argentina. In comparison to other Latin American countries Uruguay was incredibly quiet.

 

We were 27 days in Uruguay and drove 1.833 km on very good streets. 67 km we walked, mostly on endless fine beaches. As already indicated Uruguay had not a lot to offer from a tourist view. The country has two immaterial cultural assets, as well as two material ones. These both impressed us mostly. On one hand was there the industrial site of Fray Bentos, a slaughterhouse with a very interesting history. On the other hand it was the colonial town of Colonia del Sacramento. In the first we visited a ruin with few tourists, with the second a small, but expensive town where daily busloads of visitors be offloaded. The Atlantic coast with its miles of long sandy beaches invited for being lazy and the Río Uruguay offered high-class overnight places. One mate tea is not like another. Such a hype we encountered in no other country before. At the border crossing 4 employees and 2 soldiers slurped from one mug and we also found mate in the aisle and on the seats of our plane. For us this cult was something strange, for Uruguayans a major aspect of life.

 

We spent 27 days in Uruguay and there were enough of those. In our eyes, you do not have to see Uruguay and hence we said goodbye to the South American continent slightly easier than expected. On the other hand we would have loved to travel on to Brazil .


Flagge Kanadas

Einreise/Entry: 16.03.2018

Ausreise/Exit: 12.04.2018

 

Hauptstadt/Capital: Montevideo

Einwohner/Citizen: 3.324.460

 

Fläche/Area: 176.220 km²

 

Währung/Currency: Uruguayischer Peso UYU: €/UYU 1/34.8


Übersichtskarte von Uruguay
Übersichtskarte von Uruguay


Ausgaben für:

  • Diesel: 322 €
  • Übernachtungen: 31,80 €
  • Nennenswerte nationale Transportmittel: 23,80 €
  • Reparaturen und Serviceleistungen an Pancho: 0 €
  • Versicherung für Pancho: 76,60 € (pro Monat)
  • Alles weitere: 377 €

 

min/max Diesel: 40,4 UYU

gefahrene km: 1.833

gewanderte km: 67

min/max Temperatur: 11,6/33,9°C

Expenses for:

  • Diesel: 322 €
  • Accommodations: 31.80 €
  • Appreciably national transportation: 23.80 €
  • Repairs and maintenance on Pancho: 0 €
  • Insurance for Pancho: 76.60 € (per month)
  • Everything else: 377 €

 

min/max diesel: 40.4 UYU

driven km: 1,833

hiked km: 67

min/max temperature: 11.6/33.9°C



Unsere Top Five:

  1. Ein Schlachthof auf Abwegen: Fray Bentos; die Industrieruine verbindet deutsche und uruguayische Vergangenheit und liefert interessante Einblicke in 150 Jahre Zeitgeschichte.

  2. Das koloniale Kleinod des Landes: Colonia del Sacramento; ein nostalgischer Hauch von Piraterie liegt über der Altstadt, aber gemäß den Freibeutern werden wir Touristen ausgenommen.
  3. Der Spielplatz der Sonnenanbeter: Die Atlantikküste; 660 km von denen viele unberührt und nicht verbaut sind.
  4. Die Lebensader des Landes: Der Río Uruguay; manche würden die Rinderzucht hier nennen, wir finden den Grenzfluss lebensnotwendig für Uruguay. 70-80% des Stroms liefert der Fluss, er nährt viele Menschen und bildet ein Süßwasserreservoir.
  5. Der verrückteste Kult im Land: Der Mate-Tee; niemand verlässt sein Haus ohne Thermoskanne und Kalebasse samt Metalltrinkrohr unterm Arm. Man trinkt ihn alleine oder in der Gruppe, am Morgen oder um Mitternacht.

Our top five:

  1. A slaughterhouse gone astray: Fray Bentos; the industrial ruin combines German and Uruguayan past and provides interesting insights into 150 years of contemporary history.

  2. The colonial gem of the country: Colonia del Sacramento; a nostalgic tang of piracy lies above the old town, but according to the buccaneers we tourists are fleeced.
  3. The playground of the sun worshipers: the Atlantic coast; 660 km of which many are untouched and not developed.
  4. The lifeline of the country: the Uruguay River; some would name cattle breeding here, we find the border river vital for Uruguay. The river supplies 70-80% of the electricity, it nourishes many people and forms a freshwater reservoir.
  5. The craziest cult in the country: the mate; no one leaves his house without a thermos and calabash with a metal drinking tube under his arm. You drink it alone or in a group, in the morning or at midnight.


 

 Viel Wasser, wenig Reiz